Das Ende von FTX - Krypto’s Lehman-Moment

Das Ende von FTX

Hinter uns liegt eine turbulente Woche. Sie war zugleich frustrierend, schmerzhaft und auch lehrreich. Frustrierend, weil sich viele Muster wiederholen. Schmerzhaft, weil sie Geld und mühsam erarbeitetes Vertrauen kosten. Lehrreich, weil einmal mehr die beiden Grundsätze “Don’t trust, verify” und “not your keys, not your coins” betätigten. 

Es sind diese Momente, in denen man am liebsten den Laptop zuklappen möchte und einfach nichts mehr von Krypto wissen will. Es sind aber auch die Momente von “jetzt erst recht”. 

Doch der Reihe nach. Was ist eigentlich passiert und wieso ist das ein Lehman-Moment? Sam Bankman-Fried, der CEO und Gründer des Brokers FTX verhedderte sich in einem Geflecht aus rund 150 Firmen und veruntreute auf diesem Wege Kundengelder von rund 1 Milliarde Dollar. Er verschob dieses Geld von FTX zu seinem Handelsunternehmen Alameda Research. Er wollte es vor der Insolvenz retten. 

Viele Privatanleger und Unternehmen haben in FTX investiert und werden ihr Geld wahrscheinlich nie wieder sehen. Einer der Investoren war beispielsweise der Ontario Teachers' Pension Fund. Medienberichten zufolge verlor ein Fonds, der Lehrer in Ontario, Kanada, zur Verfügung stellt, 95 Millionen Dollar. Auch wenn so ein Fund deutlich größer ist und diese Summe ein vergleichsweise geringer Anteil, zeigt sich hier der Kern des Problems: Die Zerstörung von Vertrauen. 

Als Satoshi Nakomoto seine Arbeit begann, ging es ihm/ihr/ihnen genau um das. Unendliches Vertrauen durch Dezentralität. In eben jenem Moment, als das Vertrauen in das traditionelle Finanzwesen durch das Lehman Brothers Beben so erschüttert war. Inklusive der gleichen Bankruns, die wir 2008 auch schon einmal sahen. Bankruns sind wie das Mentos, dass du in die Cola-Flasche wirfst. Das ganze System explodiert. 

Ein Fond, wie der aus Kanada, wird wahrscheinlich nicht mehr investieren. Auch weitere große Investoren - einschließlich der institutionellen - werden sich das alles erst einmal anders überlegen. 

“Don’t trust, verify”

Auf der einen Seite benötigen die Projekte, Broker usw. in Zukunft größtmögliche Transparenz. Weniger WG auf den Bahamas und veganer Nerd (hey, wir finden Veganer und Nerds trotzdem toll), sondern maximale Sichtbarkeit dessen, was man tut. Eigentlich galten FTX und Alameda als gut kapitalisiert. In der letzten Woche verdichteten sich die Anzeichen, dass man die eigenen Bilanzen durch den eigenen Token FTT aufgebläht hatte. Die Tweets des Binance CEO’s Changpeng Zhao traten die Abwärtsspirale los. 

Not your keys, not your coins

Wie schon bei der Nuri-Insolvenz, welche durch Terra-Luna ausgelöst wurde, wird das FTX-Desaster weite Kreise nach sich ziehen. Die Machtkonzentration in FTX, dass als Broker, Kreditgeber, Verwalter und Händler fungierte, ist peak centralization. Dies wird wahrscheinlich dazu führen, dass die Kunden ihr Geld nicht zurückbekommen werden. 

Was heißt das jetzt für uns? 

Konkret wahrscheinlich eine große Welle an Regulierung. Diese wird weitere Projekte vor große Schwierigkeiten stellen und diese in Zeiten von weniger Liquidität und Zins-Daumenschrauben aus dem Markt spülen. Nexo und Kraken bemühen sich bereits um einen Proof of Reserve. Das kann Vertrauen schaffen und könnte helfen wieder aus dem Tal zu kommen. In Zukunft muss man sich alles erst einmal verdienen. Die Unternehmen werden den Nutzern beweisen müssen, dass sie bereit sind, die harte Arbeit zu leisten, um sich ihr Geschäft zu verdienen. Gründer werden sich besonders anstrengen müssen, um talentierte Leute zu überzeugen, ihnen beim Aufbau ihres Traums zu helfen.

Und für UNS?

Wir als Kryptodad(s) wollen dir dabei helfen ein freies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Das ist das, woran wir für uns selbst arbeiten und auch in Zukunft arbeiten werden. Cashflow aus Krypto ist ein wichtiger Teil davon. Das heißt für uns klar, dass wir gemeinsam mit Dir lieber VORNAME durch diesen Krypto-Winter gehen wollen und dir auch in Zukunft unsere Insights teilen möchten. Auch wir werden unsere Recherche vertiefen und wollen sicher sein. Wie du haben wir auch keinen Bock mehr auf tiefrote Zahlen, Horrormeldungen und Häme.


ÜBER DEN AUTOR

Autor

Dima Vogel

Hallo, ich heiße Dima. Ich bin Familienvater, Unternehmer und leidenschaftlicher Krypto-Investor. Mein wichtigster Wert sind Beziehungen. Also auch die Beziehung zu dir! Dein Vertrauen ist mir sehr wichtig und ich belohne es mit den neuesten und besten Infos zu Kryptowährungen, DeFi, Yield Farming und Co.

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